Ein Hund, zwei Hunde, oder ein ganzes Rudel?

Wenn die Idee reift einen Hund in die Familie zu holen, wägt man alles ganz genau ab, bis man eine Entscheidung getroffen hat. Sein Leben stellt man komplett um, aber lässt man sich drauf ein, wird man, mit einem tollen neuen Familienmitglied belohnt.
Doch was ist mit einem zweiten Hund oder einem dritten?
Wir wollen hier einige die Vor- und Nachteile aufzeigen.

Die eigentlich erste Frage, die man sich stellen muss ist: Kann ich mir einen weiteren Hund finanziell leisten?
Kosten wie Steuern, Versicherung, Tierarztrechnungen und Futter lassen sich nicht wegdiskutieren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Der schon vorhandene Hund sollte, unserer Meinung nach, einen guten Grundgehorsam haben. Das ist also individuell, denn manchmal ist man nach einem Jahr schon ein funktionierendes Team, manchmal aber auch erst nach vier Jahren. Uns ist klar, dass ein Hund nie perfekt hören wird, aber ein gewisses Maß an Verlässlichkeit ist hilfreich, wenn man einen neuen Hund in sein Rudel holt.

Zu zweit hat man noch mehr Spaß am Strand Zu zweit hat man noch mehr Spaß am Strand

Oft hört man, dass ein zweiter Hund nicht viel mehr Arbeit mache, denn spazieren gehen müsse man ja eh. Grade am Anfang kann es jedoch von Vorteil sein, wenn man nicht nur zusammen mit allen Hunden spazieren geht. Einzelne Spaziergänge geben dem Neuankömmling, vor allem wenn es ein Welpe ist, die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu sammeln. Das tägliche Leben besteht außerdem nicht nur aus Spaziergängen, das Training und die Erziehung nehmen mit zwei Hunden mindestens die doppelte Zeit in Anspruch.

Wenn sich zwei oder mehrere Hunde, die in einem Haushalt leben, gut verstehen, gibt es nichts schöneres. Sie spielen und interagieren miteinander, wie sie es einfach nur unter sich können.
Die daraus entstehende Rudeldynamik ist aber, beispieslweise bei einem Spaziergang, nicht zu unterschätzen. Hier wird dann oft deutlich, warum die Erziehung MINDESTENS doppelt so viel Zeit in anspruch nimmt. Was nämlich mit einem Hund gut funktioniert, ist mit einem Rudel noch lange nicht umzusetzen.

Zwei die sich verstehen Zwei die sich verstehen

Irgendwann stellt sich auch die Frage nach dem Geschlecht des neuen Familienmitglieds. Möchte man ein gemischt- oder gleichgeschlechtliches Rudel? Bin ich der Herausforderung gewachsen, und habe ich die räumlichen Möglichkeiten, einen Rüden und eine Hündin zu trennen, wenn die Hündin läufig wird? Voraussetzung ist natürlich, die beiden sind nicht kastriert.
Die Gefahr, dass sich zwei Hunde nicht verstehen, ist leider immer gegeben. Hier sollte man einen Plan B parat haben. Anfängliche Akzeptanzschwierigkeiten sollte man allerdings nicht damit verwechseln. Es ist ganz normal, dass nicht jeder alteingesessene Hund „juhu“ schreit, wenn ein Neuankömmling eintrifft.

Wir für unseren Teil können uns nicht mehr vorstellen, nur noch einen Hund zu halten. Klar, kann man sich bei einem Hund ganz auf diesen konzentrieren, aber das Miteinander ist einfach zu schön. Sie bringen sich natürlich gegenseitig viel Quatsch bei, aber auch viel Gutes. Man darf nie die erzieherischen Qualitäten eines älteren Hundes unterschätzen.
Diese Entscheidung sollte man gut abwägen und für sich selbst treffen. Die anderen halten einen meist eh für verrückt, wenn man mehr als einen Hund halten möchte (ab dem Dritten erntet man nur noch verzweifelte Blicke so nach dem Motto: „ihr holt euch aber nicht noch einen oder?!“).

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